Spinn ich oder spinn ich?

Wo ich mich i dere Spinnerwält nüme ds'rächt gfunde ha, hät mis Läbe agfange als Wäberi. Es Läbe am Wäbrahme isch öpis neus gsi, und ich ha ja kei Ahnig gha, was es heise chönnt, ds'spinne und ds'wäbe.
Es sind einigi Jahr vergange und ich bi ganz ds'fride gsi, Stoff ds'wäbe, Meter um Meter. Sogar en Teppich us Schurwulle hani gmacht, obwohl mer die Arbet nöd e so Spass gmacht hät, s'Material isch mer viel ds'grob gsi, s'hät mich fascht zum spinne bracht. Irgendwie doch nöd ganz s'richtige, das wäbe.
Früehner hani mit Nadle und Fade Sache gmacht und viles anderi veränderet. Das isch immer ganz kreativ gsi und hät mir guet ta. Han aber au viel Neus usprobiert, wie s'schafe mit Ton, Läder und Naturmaterialie.

Aber da fàhlt doch no es Material, das mich jetzt kein Tag, kei Stund meh loslaht:

S'Papier.

Anere Wäbarbet han ich entdeckt wie schön sich au anderi Materialie iwäbe lönd. Ich ha agfange mit bruchte Materialie wie Kunststoff, allerhand Dröht und natürlich mit Papier. S'Papier hani dänn i Streiffe gschnitte und wieder igwobe. Das isch mer nöd uf Ahieb glunge, aber dä Neustart isch zündet gsi.
S'hät sich e neui Wält uftah, und ich ha sofort gwüsst, jetzt channi mi usläbe, neui Sache kreiere, und ich ha tusig Möglichkeite. D'Richtig isch immer klarer worde: Papier isch mis Material.
Ich bi au in Kontakt cho mit maschinell hergestellte Papierfäde, ich ha aber sälber welle lehre Papier ds'spinne – em Fade e Sell gä.

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